Seitenumbruch

Die Codierung von Seitenumbrüchen und Seitenzahlen folgt den Vorgaben des DTABfs.1 Im <pb>-Element wird auf das zugehörige Digitalisat verwiesen, das <fw>-Element wird verwendet, um die originale Seitenzählung sowie den Ort der Seitenzählung zu dokumentieren. Typographische Besonderheiten werden im <hi>-Element dokumentiert. Ist keine Seitenzählung vorhanden, entfällt das <fw>-Element. Die Seitenzählung wird nicht ergänzt.

Mögliche Werte für das @place-Attribut:
@place-Wert Bedeutung
top Seitenzahl oben (links, mittig oder rechts)
bottom Seitenzahl unten (links, mittig oder rechts)
none Seitenzahl wurde in einer eigentlich paginierten Quelle vergessen und wird editorisch ergänzt.

Seitenumbruch mit Seitenzahl

Beispiel 1. Beispiel
Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus einem Brief Zimmermanns, der das anliegende Phänomen illustriert und im Folgenden als Beispiel codiert ist.

Brief von Bernd Alois Zimmermann an Werner Pilz, Köln 24.7.1955, Typoskript, AdK BAZ 5648

<pb facs="#f001_02"/>
<fw type="pageNum" place="top">
 <hi rendition="#c">2</hi>
</fw>

Fehlerhafte Seitenzählung

Bei fehlerhafter Seitenzählung in der Quelle wird zusätzlich die korrigierte Zahl in eckigen Klammern angegeben.

Beispiel 2. Beispiel
<pb facs="#f003_01"/>
<fw type="pageNum" place="top">3 [5]</fw>

In der Quelle korrigierte Seitenzählung

Ist eine fehlerhafte Seitenzählung in der Quelle korrigiert, so wird nur die korrigierte Zahl angegeben, der Korrekturvorgang selbst wird nicht codiert, kann aber in der Quellenbeschreibung dokumentiert werden.

Nicht durchgängige Seitenzählung

Wurde eine Quelle mit Seitenzahlen versehen, auf einzelnen Seiten die Angabe der Seitenzahl jedoch vergessen oder unterlassen, wird die fehlende Seitenzahl in eckigen Klammern ergänzt, das Attribut @place erhält den Wert "none".

Beispiel 3. Beispiel
<pb facs="#f004_01"/>
<fw type="pageNum" place="none">[7]</fw>

Kopf- und Fußzeilen vor bzw. nach Seitenumbrüchen

Gelegentlich findet sich am Ende einer Seite ein Hinweis (z. B. bitte wenden), dass sich auf der Rückseite bzw. auf einem weiteren Blatt die Fortsetzung der Nachricht befindet. Analog hierzu wird manchmal nach einem Seitenwechsel in einer Kopfzeile die Zugehörigkeit zu einem Brief bzw. einer vorangegangenen Seite des Briefs mitgeteilt. In solchen Fällen wird für diesen Text, der nicht Bestandteil der eigentlichen Nachricht ist, ebenfalls das <fw>-Element verwendet:
Beispiel 4. Beispiel
Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus einem Brief Walter Kochs, der das anliegende Phänomen illustriert und im Folgenden als Beispiel codiert ist.

Brief von Walter Koch an Bernd Alois Zimmermann, Mainz 13.8.1953, Typoskript-Durchschlag, AdK BAZ 5812

<lb/>verschaffen. Die nötigen Schritte habe ich schon
<lb/>unternommen und vielleicht gelingt es mir, dass der
<lb/>Hessische Rundfunk, der die Partitur schon erhalten
<lb/>hat, die Aufnahme herstellt.
<lb/>
<lb/><fw><hi rendition="#right #u">bitte wenden</hi></fw>
Beispiel 5. Beispiel
Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus einem Brief Walter Kochs, der das anliegende Phänomen illustriert und im Folgenden als Beispiel codiert ist.

Brief von Walter Koch an Bernd Alois Zimmermann, Mainz 19.8.1953, Typoskript-Durchschlag, AdK BAZ 5812

<pb facs="#f002_01">
 <fw><hi rendition="#et">2. Blatt zum Schreiben an</hi>
  <lb/><hi rendition="#et">Herrn Bernd Alois Zimmermann, Köln-Ehrenfeld</hi>
  <lb/><hi rednition="#et #u">vom 19. August 1953</hi></fw>
 <lb/>
 <lb/>Es interessiert mich nun sehr, wie die Berufungskommis
 <lb/ break="no" rendition="hyphen">sion der GEMA auf Ihre Eingabe reagiert. […]

Seitenumbrüche bei Post- und Ansichtskarten

Da Postkarten nur einen begrenzten Platz zum Schreiben bieten, wurde nicht selten der auf der verso-Seite begonnene Text auf der Seite fortgesetzt, auf der die Adressangaben stehen. In solchen Fällen erhält in der Codierung der Lesefluss den Vorzug gegenüber der korrekten Wiedergabe des Layouts. Durch ein zusätzliches <pb>-Element, das erneut auf die recto-Seite verweist, wird angegeben, auf welcher Seite sich der transkribierte Abschnitt befindet:

Beispiel 6. Beispiel

Postkarte von Bernd Alois Zimmermann an Erich Winkler, Köln 19.12.1949, Manuskript, AdK BAZ 5784

<pb facs="#f001_01" />
<opener>
 <lb />B.A. Zimmermann
 <lb />Köln-Lindenthal
 <lb />Zülpicherstr. 369
 <lb />
 <lb />Herrn
 <lb />Erich Winkler
 <lb />Mainz
 <lb />B. Schott’s Söhne
 <pb facs="#f001_02" />
 <lb /><hi rendition="#right">Köln, den 19.12.49.</hi>
 <lb /><salute><hi rendition="#c">Lieber Herr Winkler!</hi></salute></opener>
<p>
 <lb />Schönen Dank für Ihre <rs type="letter" ref="bazga:Z201C09">Karte vom 17. ds. Mts.</rs>
 <lb />Leider kann ich nicht für die 2. Partitur sorgen,
 […]
 <pb facs="#f001_01" />
 <lb />Hamburg zu unternehmen?
 <lb />An <rs type="person" ref="bazga:Z406B32">Münchinger</rs> Stuttgart
 <lb />werde ich das Manuskript
 <lb />senden. <milestone type="closer-start" xml:id="closer-start" corresp="#closer-end"/>In der Hoffnung,
 <lb />auf all diese Dinge recht
 <lb />bald von Ihnen zu
 <lb />hören u. <salute>mit den
 <lb />herzl. Weihnachtsgrüßen</salute>
 <lb /><hi rendition="#et">Ihr</hi>
 <lb /><hi rendition="#et"><signed>B.A. Zimmermann</signed></hi><milestone type="closer-end" xml:id="closer-end" corresp="#closer-start"/>
</p>
1 Vgl. Kap. Seitenzahlen und Bildnummern, in: DTABf. Deutsches Textarchiv – Basisformat, hrsg. von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin 2011–2020, http://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/seitenFacsNr.html, abgerufen am 16.9.2020.