Vorbemerkung
Die über 15.000 Briefe, Postkarten und Telegramme umfassende Überlieferung der Korrespondenz Bernd Alois Zimmermanns weist den Komponisten als aktiven Briefeschreiber aus. Neben den Editionen der musikalischen Werke und Schriften des Komponisten bildet deshalb die historisch-kritisch edierte und kommentierte Edition einer thematisch begründeten und über die in den Einleitungen aufscheinenden Briefe hinausgehende Auswahl aus Zimmermanns umfangreicher Korrespondenz die dritte Säule der Bernd Alois Zimmermann-Gesamtausgabe (BAZ-GA). Auch sie erscheint als Hybrid-Ausgabe in einer gedruckten sowie in einer digitalen, internetbasierten Edition (Zugang unter www.zimmermann-gesamtausgabe.de).
In der gedruckten Ausgabe bietet die Briefedition einen kommentierten, quellennahen Text, der vor allem auf inhaltliche Auseinandersetzung ausgerichtet ist. Die digitale Ausgabe der Briefe ist dagegen in die Vernetzungsstrukturen der gesamten digitalen Edition der BAZ-GA eingebunden und bedient durch die Möglichkeit der Wahl zwischen unterschiedlichen Präsentationsformen die ganze Bandbreite vom detaillierten philologischen Interesse an der Quellendokumentation gegebenenfalls unter Einbezug verschiedener Textstadien beziehungsweise Fassungen bis hin zum informierenden Blick in Lesefassungen. Die digitale Edition der Korrespondenz enthält zudem ein nach verschiedenen Kriterien sortierbares, digitales Verzeichnis aller, auch der in der BAZ-GA nicht edierten Briefe Zimmermanns.
Alle Editionsrichtlinien der BAZ-GA werden online (Open Access) veröffentlicht. Dabei werden alle publizierten Versionen der Editionsrichtlinien dauerhaft zugänglich gemacht. Die Identifikation der Versionen erfolgt über die Vergabe eine Versionsnummer nach dem Konzept der Semantic Versioning Specification (siehe auch https://semver.org).
Die folgenden Richtlinien der Briefedition knüpfen direkt an diejenigen der Schriftenedition an. Soweit möglich wurden Kapitel bzw. einzelne Textteile, die für beide Editionen gültig sind, übernommen und nur an den Stellen ergänzt bzw. modifiziert, an denen eine direkte Übernahme nicht möglich war. Zusätzlich enthalten die Editionsrichtlinien der Briefe Aspekte, die für die Edition der Schriften nicht relevant sind.
Die in der hier beschriebenen Codierung der Briefe Zimmermanns beruht analog zur Schriftenedition auf dem Standard TEI P5 (https://tei-c.org/guidelines/p5/). In der Umsetzung orientieren sich die Richtlinien am DTABf (https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat), dem TEI/XML-Basisformat des Deutschen Textarchivs (DTA). Da die Möglichkeiten zur Texterfassung und editorischen Arbeit am Text in dem dort zu Verfügung gestellten Set für die vorliegende Edition aber nicht ausreichend sind, werden auch Anleihen bei der edition humboldt digital (im Folgenden: ehd, https://edition-humboldt.de/) gemacht, die mit dem DTA kooperiert, sowie bei den Editionen Briefe und Texte aus dem intellektuellen Berlin um 1800 (im Folgenden: Berliner Intellektuelle, https://www.berliner-intellektuelle.eu/) und Ferruccio Busoni: Briefe und Schriften (im Folgenden: Busoni Nachlass, https://www.busoni-nachlass.org/de/Index). Wo nötig, werden eigene Ergänzungen und Modifikationen vorgenommen. Die entsprechenden Nachweise sind in den Editionsrichtlinien eingefügt. Da grundsätzlich ein Anschluss an das Textkorpus des DTA möglich sein soll, finden sich immer wieder Hinweise auf Übernahmen oder Abweichungen zum DTABf.
Ziel ist, mit diesem Vorgehen, wo es möglich ist, bereits durchdachte und in der Anwendung befindliche Regelungen nachzunutzen und auf diese Weise das Lesen der XML-Dateien über Projektgrenzen hinweg zu erleichtern und damit längerfristig der Zerstreuung in eine Vielzahl von Einzelregelungen entgegenzuwirken.
